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Wir nehmen Abschied

Micheal Kreskowsky • 17. Juli 2023

Uwe Schneider

„Wie oft hat Uwe Schneider hier in dieser Friedhofskapelle Trauernden zur Seite gestanden, in wie vielen Fällen hat er Menschen das letzte Geleit gegeben – Gräber ausgehoben, Urnen und Särge getragen und in Gottes Acker gesenkt und freilich mit dafür gesorgt, dass dieser Friedhof ein Ort des Gedenkens und auch des Trostes sein kann? Über 20 Jahre lang hat Uwe Schneider hier Dienst getan, quasi als ‚rechte Hand‘ des Friedhofsmeisters.“Mit diesen Worten begann am 29. Juni die Predigt in der Trauerfeier für den langjährigen Mitarbeiter unserer Kirchgemeinde. Wir hatten Abschied zu nehmen von Uwe Schneider, der vom Jahr 2000 an auf unserem Friedhof tätig war und bis zum Eintritt in den vorzeitigen, gesundheitlich bedingten Ruhestand wertvolle Dienste leistete. Uwe Schneider starb wenige Tage vor der Vollendung seines 63. Lebensjahres, nach langer, schwerer Krankheit. Die Kirchgemeinde gedenkt dankbar seines Wirkens und erbittet Gottes Geleit und Segen für die Angehörigen von Uwe Schneider, ganz im Sinne des Bibelwortes, das in der Trauerfeier im Mittelpunkt stand: „Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ (Matthäus 28, 20) Pfarer Klaus Tietze

21. März 2025
Uganda, auch als „Perle Afrikas„ bekannt, ist ein Binnenstaat im Osten Afrikas. Der Lindenhof und die Kirchgemeinde Waldheim sowie einige Patenfamilien pflegen eine Partnerschaft zu einem dortigen Kinder-Hilfsprojekt: Denn Schulbildung und regelmäßige Mahlzeiten sind für die Kinder in Uganda leider keine Selbstverständlichkeit: Joseline Amutuhaire, Charlotte Löwe und Gottfried Schlesier, Familie Schneider und Familie Weller berichten über das Land und das Waisenhaus, ihre Hilfseinsätze und die Situation vor Ort.
25. Februar 2025
Es erwarten euch: interessante Ausgrabungen, kleine und große Schätze, ein tolles Team, spannende Bibelgeschichten, Leder-, Holz- und Schmuckwerkstätten, jede Menge Spiel und Spaß 60 000 Holzbausteine mit denen ihr Geschichte baut!!!
23. Februar 2025
Anfang März werde ich Pfarrer in Waldheim. Dann bald bekommt mein Name einen Titel: Pfarrer Daniel Parthey. Und ich denke mir so: „Wow… was für eine Achterbahnfahrt… bis hierher!“. Ich habe viel erlebt und viel gelernt. Und bis hierher hat mich Gott gebracht. Es war nicht geradlinig oder was man sich als Mensch unter „geradlinig“ vorstellen könnte. Aber es war alles gut, so wie es war. Mit allen Höhepunkten und Erfolgen. Aber auch mit allen Erfahrungen, wenn ich vor Sackgassen stand. Denn mit allem hat mich Gott bis hierhergebracht. Und zwar von meinem Wiegenfest an, welches ich 1991 jährlich eingeläutet habe. Übrigens am gleichen Tag, wie Johnny Cash. Vielleicht ist meine Vorliebe für Country, Rock N‘ Roll und Musik allgemein auch deswegen so groß. Wie auch für meine Eltern und meine drei Geschwister. Aufgewachsen bin ich in einem Handwerkerhaushalt in Lichtenstein, zwischen Zwickau und Chemnitz. Meine Familie hatte eine Tischlerei und ist ehrenamtlich in der Kirche verwurzelt. So bin ich zwischen Musik, Matchbox-Autos, Holz, Kirchenbänken und viel Platz zum Spielen groß geworden. Von Kindesbeinen in die Liebe Gottes eingehüllt, hatte ich aber mein persönliches „Aha“-Erlebnis erst nach der Konfirmation. Ganz nüchtern durch die Frage: „Wozu hatte ich nochmal „Ja“ gesagt?“. Es klingt unspektakulär, aber es hat mein Leben verändert. Denn mein „Ja“ habe ich festgenagelt, … mit Folgen. Denn seit dieser Zeit, da war ich ca. 15/16 Jahre alt, war ich auf der Suche nach meinem Sinn und einer Aufgabe für mein Leben: „Vati im Himmel, was hast du mit mir vor?“. Damit begann die Achterbahnfahrt. Sie wissen heute, dass ich als Pfarrer nach Waldheim komme. Das stand damals aber noch nicht fest. Zwar wurde der Grundstein nach der Konfirmation gelegt. Aber, oho… nee, … ein ganzes Studium? Mit drei alten Sprachen? Das hatte ich mir nicht zugetraut. Darum nach der 10. Klasse… erst einmal Tischler lernen, Junge Gemeinde leiten und mich ausprobieren. Nach der Ausbildung Ausflüge in die Polizei… Aber nach zwei Ablehnungen im Einstellungstest war diese Tür auch zu. Also… Abitur nachholen. Vielleicht doch Medizin, Jura oder Architektur? Sie müssen Friedemann Beyer, meinem damaligen Jugendwart, danken, dass ich den Weg ins Pfarramt angetreten bin. Und somit auch ins Theologiestudium. Mit allen Höhen und Tiefen, viel Kaffee und schlaflosen Nächten vor Prüfungen. Aber das war es mir wert, dank vieler Höhepunkte! In Leipzig gehörte ich zum ersten Jahrgang, der in der neuen Uni-Kirche Gottesdienste üben durfte. Mein Gemeindepraktikum bei Sebastian und Sarah Zehme (Großenhain) prägt mich bis heute. Ein Jahr habe ich in Wien katholische Theologie studiert. Nein, keine Angst, ich hatte nie die Absicht zu konvertieren. Doch die Ausflüge in die orthodoxen Traditionen, die katholische Kirche und eine Welt außerhalb Sachsens haben mich nachhaltig verändert. Es gibt ja mehr als die Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens! Kurz, ich habe das Studentenleben in vollen Zügen genossen… bis zum Examen. Zwischen dem Studium und Vikariat, war ich noch kurzzeitig bei VW in Zwickau. In drei Schichten acht Stunden lang… Autos ein- und ausparken. Als begeisterter Autofahrer hat das Spaß gemacht. Das ist meine dritte Ausbildung, „Fachangestellter für Fahrzeughandling“. Und dann… 2022, Vikariat in Adorf/Vogtland. Bis jetzt. Basteln, schrauben, werkeln, am Auto und in der Wohnung. Gitarre spielen, die Gitarre ins Auto packen, Musik auf der Fahrt hören und in eine Gemeinde fahren … Irgendwie habe ich aus allen Erfahrungen etwas mitgenommen, was jetzt in meinem „Werkzeugkasten“ der Erinnerungen liegt. Nun pack ich bald meine Koffer. Musik auf der Fahrt… nach Waldheim. Bis dahin wird mich Gott auch bringen. Ihr Daniel Parthey
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