Orgel Waldheim

Orgel

Kirche

St. Nicolai Waldheim

Orgel

Kirche

St. Nicolai Waldheim

Restauriert 2022

Urban Kreutzbach

Orgel

1842-43, II+P/30

wichtige Fakten

  • Erbaut 1842-43 von Urban Kreutzbach unter mithilfe von Friedrich und Christlieb Ladegast als damals größtes Werk der Werkstatt.
  • Wichtiger Umbau im Jahr 1891 durch Urban's Sohn Richard Kreutzbach.
  • Die ältesten Pfeifen stammen von um 1700. Manche behaupten, aus der alten Stadtkirche auf dem Waldheimer Markt.
  • 2022 Restauration und Rekonstruktion durch die Werkstatt für Orgelbau C. Rühle aus Moritzburg.

Klangbeispiele

Nun komm, der Heiden Heiland (Martin Luther)

gespielt von Christoph Günther

Wie schön leuchtet der Morgenstern (Dieterich Buxtehude)

gespielt von Oana Maria Bran & Elias Bixl

Weitere Klangbeispiele finden Sie auf unserem YouTube Kanal!

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Die Urban Kreuzbach-Orgel in Waldheim


Diese Orgel wurde 1842/43 von Urban Kreutzbach aus Borna unter Mithilfe seiner damaligen Mitarbeiter Christlieb und Friedrich Ladegast als 13. neues Instrument seiner Werkstatt eingebaut. Ursprünglich besaß die Orgel 29 Register und galt zur Erbauungszeit 1843 als größte Orgel Kreutzbachs. 1891 erfolgte durch Richard Kreutzbach ein pneumatischer Umbau der Registertraktur mitsamt einer leichten Umdisponierung und dem Einbau einer Crecendowalze, welche nicht lange in der Orgel verblieb. Hierbei wurde das Cymbel 2f. im Hauptwerk durch eine Trompete ersetzt, eine Hohlflöte 8' beerbte die Flauto amabile 4' (OW) und das Bassethorn 16' wurde dem Zeitgeist entsprechend durch eine Aeoline 8' ersetzt. 1905 berichten die Akten von einer Generalreinigung durch Schmidt & Berger, welche die Kreutzbach-Orgel-Betreuung übernommen hatten. Im Jahre 1927/28 kam es durch Claus Michel zu einer zweiten geringfügigen Umdisponierung und dem Einbau einer ersten Windmaschine. Außerdem wurden die Zinn-Pfeifen des Prospektes durch Zinkpfeifen ersetzt. Eine weitere große Instandsetzung und umfangreiche Umdisponierung durch die Firma Hermann Eule geschah im Jahre 1952. Hier bekahm die Orgel zwei weitere Registerkanzellen (Schwiegel 1' und Choralbass 4') sowie einen Tremulanten spendiert. Die Firma Eule führte 1989 eine weitere Generalinstandsetzung durch. 2002 mußte das Instrument wegen der Deckenrestaurierung in der Kirche ausgebaut werden. Diese Arbeiten wurden von Orgelbauer Helmut Wagner unter Mithilfe von Martin Berkoben und Michael Kreskowsky ausgeführt. Im Jahr 2022 endete die dringend notwendige Restauration unserer Orgel durch die Werkstatt für Orgelbau C. Rühle. Ziel war die Instandsetzung der Disposition von Urban Kreutzbach aus dem Jahr 1843, unter Berücksichtigung der Veränderungen seines Sohnes 1891. Unter anderem wurden die wertvollen Prospektpfeifen aus Zinn sowie das sehr seltene Bassethorn 16' rekonstruiert. Eine weitere Besonderheit sind die Jahrhunderte überdauernden Pfeifen der Octave 4' (HW,OW) Quinte 3' (HW), Octave 2' (OW) und Mixtur 3f. (OW) welche um 1700 gefertigt wurden.

Disposition


I. Hauptwerk (C-f3):


Bordun 16'

Principal 8'

Flauto amabile 8'

Rohrflöte 8'

Gedackt 8'

Trompete 8'

Octave 4'

Gedackt-Quinte 6'

Gedackt 4'

Quinte 3'

Terz aus 2'

Octave 2'

Octave 1'

Mixtur 3 fach


II. Oberwerk (C-f3):


Bassethorn 16'

Principal 8'

Gambe 8'

Flauto 8'

Doppelflöte 8'

Flauto amabile 4'

Octave 4'

Rohflöte 4'

Nassat 3'

Octave 2'

Mixtur 3 fach



Pedal (C-d1):


Posaunenbas 16'

Violonbass 16'

Subbass 16'

Quintbass 12'

Prinzipalbass 8'


Nebenzüge:


Manualkoppel

Pedalkoppel

Weitchor

Principalchor

Pleno

Calcant


Nebenbemerkung:

Sämtliches Registrierwerk ist pneumatisch.

Der Tremulant ist stillgelegt.

Es ist ein Vacanter Zug vorhanden.


Bildergalerie

    

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